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Gartenordnung des KGV „Am Teich“ e.V.

Stand 03/2017

In Anlehnung an das Bundeskleingartengesetz (BKleingG) und der Rahmenkleingartenordnung des Landesverbandes Sachsen der Kleingärtner e.V. gilt für den Kleingärtnerverein „Am Teich“ e.V. in der Kleingartenanlage (KGA) folgende Gartenordnung.

1 Verhalten in der Kleingartenanlage

1.1 Ruhezeiten

Eine den Nachbarn belästigende und den Erholungswert beeinträchtigende Geräuschverursachung ist zu unterlassen. Alle Pächter sind zur Einhaltung von Ruhe, Ordnung und Sicherheit verpflichtet. Innerhalb der Ruhezeiten in der Kleingartenanlage ist jede Art von ruhestörendem Lärm zu vermeiden.

Folgende Ruhezeiten sind (lt. Polizeiverordnung der Landeshauptstadt für Sicherheit und Ordnung Abs. II §3 Satz 1 und 2) einzuhalten:

  • Sonntag bis Donnerstag in der Zeit von 22:00 bis 06:00 Uhr des nächsten Tages
  • Freitag und Sonnabend in der Zeit von 24:00 bis 08:00 Uhr des nächsten Tages
  • Sonnabend in der Zeit von 13:00 bis 15:00 Uhr
  • Sonn- und Feiertags ganztägig

1.2 Nutzung der Gemeinschaftsanlagen

  • Das Rad fahren in der Kleingartenanlage ist untersagt.
  • Das Fußballspielen in der Kleingartenanlage ist untersagt.
  • Die Gemeinschaftsflächen sind stets sauber zu halten.
  • Die Pächter sind verpflichtet, die ihren Garten umschließenden Wege bis zur Mitte sauber zu halten. Für die Säuberung von Wegen an der Außengrenze werden den entsprechenden Parzellen pro 10 m Außengrenze 1 Arbeitsstunde angerechnet. Die Pächter der vier Außengärten am Anger bekommen auf Grund der Beschaffenheit des Weges die kompletten Arbeitsstunden verrechnet.
  • Die in den Sommermonaten bereitgestellte Toilettenanlage ist stets sauber zu halten. Entleerungen von Gartentoiletten jeder Art sind nicht zulässig.

2 Gestaltung der Parzellengrenze

2.1 Hecken

Folgende Heckenarten an den Parzellengrenzen sind nicht gestattet:

  • giftige Pflanzen z.B. Eibe und Kirschlorbeer
  • Hecken mit gefährlichen Dornen

Pflanzen die als Wirtspflanzen für Feuerbrand und/oder Rostpilzen gelten z.B. Rotdorn, Weißdorn, Feuerdorn, Wachholder sind prinzipiell nicht zulässig.

Folgende Heckenhöhen sind zu beachten:

  • Hecken an den Hauptwegen: 1,20 m
  • Hecken zwischen den Gärten: 0,70 m
  • Hecken an den Außengrenzen: 2,00 m

Die Heckenhöhe wird gemessen vom Weg außerhalb der Parzelle. In begründeten Einzelfällen können Änderungen mit dem Vorstand abgesprochen werden.

2.2 Zaun

Sollte sich ein Pächter entscheiden seine Hecke zu entfernen, besteht die Möglichkeit, unter Einhaltung der Grundstücksgrenze, einen Zaun zu installieren. Die Höhe des Zaunes darf max. 1,20 m betragen. Als Material dürfen Maschendraht-, Stabmatten- sowie Holzzäune eingesetzt werden. Die Farbgebung sollte „Naturnah“ sein (grün – brauntöne)

Bitte beachten:

Das Entfernen bzw. roden der Hecke ist lt. BNatSchG § 39 im Zeitraum vom 01.03 – 30.09. verboten!

3 Elektroanlage

3.1 Grundlagen

Alle Arbeiten an den Elektro-Anlagen dürfen nur von dafür zugelassenen Elektro-Fachfirmen ausgeführt werden.

Die Gesamtanlage ist unter Berücksichtigung eines Gleichzeitigkeitsfaktors so ausgelegt worden, dass je Garten eine Leistung von maximal 2 kW abgenommen werden kann. Die Absicherung beträgt 10 A.

Der Einsatz eines FI Schutzschalters oder Personenschutzsteckers wird ausdrücklich empfohlen, bei Neubau der Anlage verpflichtend!

3.2 Abrechnung

Die Abrechnung des Verbrauches erfolgt jährlich zusammen mit der Zahlungsfälligkeit für das kommende Kalenderjahr (Jahresrechnung).

Bei Differenzen zwischen den auf der Rechnung des Energieversorgers ausgewiesenen Anzeigen der Hauptzähler und der Summe der Unterzähler (Netz- und Zählerverluste sowie Gangungenauigkeiten) gilt die Anzeige der Unterzähler als Teilermaßstab und nicht als absoluter Wert.

Es kommt ein einheitlicher Preis für alle Unterpächter, die einen Stromanschluss besitzen, zur Anwendung. Dieser wird aus der Division der Summe der drei Hauptzähler sowie der Verluste, durch die Anzahl der Anschlüsse gebildet.

3.3 Eichpflicht von Elektrozählern

Es dürfen nur geeichte Stromzähler verwendet werden. Hierbei ist die gesetzliche Eichfrist gemäß § 34 der Mess-und Eichverordnung (MessEV) der jeweiligen Zählerbauart zu beachten.

Die Gültigkeitsdauer der Eichung beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem das Messgerät zuletzt geeicht wurde. Die Eichfristen sind wie folgt einzuhalten.

Elektrozähler elektronisch/LCD Anzeige 8 Jahre

Elektrozähler mechanisch/Läuferscheibe 16 Jahre

4 Wasser

4.1 Grundlagen

In jeder Parzelle muss sich vor dem geeichten Wasserzähler ein Absperrventil befinden. Die Wasserleitung wird als Sommerleitung betrieben. Wasserzähler, welche im Winter ausgebaut werden, müssen im Frühjahr wieder verplombt werden. Die Meldung dazu erfolgt an den Vorstand.

4.2 Eichpflicht von Wasserzählern

Es dürfen nur geeichte Wasserzähler verwendet werden. Hierbei ist die gesetzliche Eichfrist gemäß § 34 der Mess- und Eichverordnung (MessEV) zu beachten.

Die Gültigkeitsdauer der Eichung beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem das Messgerät zuletzt geeicht wurde. Die Eichfristen sind wie folgt einzuhalten:

  • Die Eichfrist für Kaltwasserzähler beträgt 6 Jahre.

5 Abrechnung

Die Abrechnung des Verbrauches erfolgt jährlich zusammen mit der Zahlungsfälligkeit für das kommende Kalenderjahr (Jahresrechnung).

Bei Differenzen zwischen den auf der Rechnung des Wasserversorgers ausgewiesenen Anzeigen der Hauptwasserzähler und der Summe der Wasserzähler in den Parzellen (Verluste) gilt die Anzeige der Unterzähler als Teilermaßstab und nicht als absoluter Wert.

Es kommt ein einheitlicher Preis für alle Unterpächter, die einen Wasseranschluss besitzen, zur Anwendung. Dieser wird aus der Division der Summe der drei Hauptwasserzähler sowie der Verluste, durch die Anzahl der Anschlüsse gebildet.

6 Schlussbestimmung

Redaktionelle Änderungen können durch den Vorstand vorgenommen werden. Inhaltliche Änderungen können nur durch eine mehrheitliche Zustimmung der Mitglieder vorgenommen werden.

Diese Ordnung tritt durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 28.01.2017 mit sofortiger Wirkung in Kraft.